Sportjugend Bochum zeigt „Klare Kante“

„Allen rassistischen und nichtdemokratischen Strömungen in allen gesellschaftlichen Bereichen zeigen wir ganz klar die rote Karte,“ sagt Heiko Schneider, Vorsitzender der Sportjugend Bochum entschieden.

„Wir müssen für unsere weltoffene und tolerante Lebensweise einstehen und kämpfen, damit sich die Geschichte Deutschlands nie wiederholt“.

Die Sportjugend Bochum hat sich am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Vertretern der Bochumer Sportvereine dem Thema Demokratie und Toleranz gewidmet.

Auf einer zwei tägigen Gedenkstättenfahrt nach Bergen-Belsen haben sich die 25 Teilnehmer/innen aktiv mit Rassismus und Fremdenhass beschäftigt und sich damit zu Multiplikatoren für Demokratie und Respekt weitergebildet.

„Die Fahrt war eine tolle Erfahrung. Ich werde vieles von dem Erlebten in meine Vereinsarbeit einfließen lassen und mich noch deutlicher für Demokratie einsetzen“, sagt Lukas Blondeel vom BC Krüzkämper Bochum e.V..

Der Besuch der Gedenkstätte in Bergen-Belsen stellte natürlich den Hauptteil der Fahrt dar.

Trotzdem konnten alle Teilnehmer/innen weitere Highlights genießen und damit das Erlebte reflektieren und verarbeiten. Insbesondere am Samstagabend gab es, begleitet von einem gemeinsamen Abendessen, ausreichend Gelegenheit, die Eindrücke nochmal Revue passieren zu lassen und erste Strategien für die eigene Arbeit in den Vereinen zu entwickeln.

Der Tag wurde dann mit einer Nachtwächterführung durch das historische und wunderschöne Celle abgerundet. Und die Sportjugend Bochum wäre nicht die Sportjugend Bochum, wenn sie nicht eine Fußballarena besichtigen würde.

Also ging es Sonntagmittag zu einer exklusiven Arenaführung in die HDI Arena in Hannover. Nach einem kleinen Mittagssnack im Stammlokal von Hannover 96 ging es dann wieder zurück ins Ruhrgebiet.

„Ich bin begeistert von der Fahrt und dankbar für die gemeinsame Auseinandersetzung zu den unbeschreibbar grausamen Erlebnissen der Menschen in Bergen-Belsen. Dass Menschen in einem intoleranten und andere Menschen verachtenden System zu Mördern werden, fordert mich auch heute dazu auf, kritisch über die Vergangenheit nachzudenken.

Ich strebe daher an, mit Jugendlichen aus Verein und Schule auch nach Celle zu fahren“, so Sebastian Strack vom Budoka Höntrop e.V.

Die Sportjugend Bochum hat mit dieser Fahrt „Klare Kante“ zu jeder Art des Extremismus, der Ausgrenzung oder Verachtung deutlich gezeigt. 25 Multiplikatoren sind nun in der Lage, diese Werte bis an die Basis – die Kinder und Jugendlichen – heranzutragen und erlebbar zu machen.

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